Torf im Hochbeet

Das Auffüllen beziehungsweise Anlegen vom Hochbeet ist meistens eine einmalige Sache, jedoch kann es auch sein, dass du dein Hochbeet nach ein paar Jahren neu auffüllen musst.

Dies liegt daran, dass die Erde beim Hochbeet Jahr für Jahr absinkt, da die erste Schicht, also Äste & Co. im Laufe der Zeit verrotten.

Dein Hochbeet musst du nur dann neu auffüllen, wenn der Winkel von der Sonneneinstrahlung sich dabei verändert hat, sodass manche Pflanzen in deinem Hochbeet keine Sonnenstrahlen zu bestimmten Uhrzeiten mehr abbekommen. Dies musst du jedoch für dich selber individuell bestimmen, ob du nachfüllst oder nicht.

Nachdem diese Frage beantworten ist, kommen Viele auf die Idee, dass sie ihr Hochbeet mit günstiger Torferde befüllen.
Warum dies keine gute Idee ist, erkläre ich dir in diesem Beitrag.

Torf im Hochbeet

Was ist Torf?

Grundsätzlich ist dorf ein pflanzliches Substrat, welches durch die Ansammlung nicht vollständig zersetzer Pflanzen gewonnen wird.
Diese Ansammlung siehst du besonders in Mooren.

Grundsätzlich ist Torf oder Torferde nicht direkt schlecht für bestimmte Pflanzen. Für manche Pflanzen, wie zum Beispiel Pfingstrosen, Rhoodendron, Primeln, Schwertlilien, Farne oder auch Bergenien ist Torferde sogar äußerst gut, jedoch hat Torferde einen riesigen Nachteil für den Boden:

Torf versäuert die Erde im Boden! …dazu aber in dem nächsten Abschnitt mehr.

Wieso auf Torf im Hochbeet verzichten?

Wie bereits oben schon geschrieben ist ein riesiger Nachteil von Torferde, dass diese den Boden versäuert. Dies ist für manche, wenige Pflanzen ein klarer Vorteil, jedoch für die meisten Pflanzen ein riesiger Nachteil, denn wenn der Boden versäuert ist, musst du als Hobbygärtner oder Hobbygärtnerin dem Boden externe Nährstoffe hinzufügen, sodass der Boden wieder entsäuert wird.

Außerdem ist ein weiterer Nachteil von Torf im Hochbeet, dass Torferde nicht sehr gut Wasser speichert, sodass man das Hochbeet beziehungsweise die Pflanzen im Hochbeet häufiger gießen muss.

Der größte Nachteil von Torf im Hochbeet ist jedoch die Gewinnung vom Torf. Ich nehme an, dass du nicht weißt wie Torf gewonnen wird? ..woher auch!
Für Torferde werden ganze Moore trockengelegt, in welchen jahrzentelang Torf entstanden ist.
In diesen Jahren ist das Moor für viele Tiere zum Lebensraum geworden, welche den Tieren, nur durch die Gewinnung von Torf, zerstört wird.

Ich denke nicht, dass du solch gewonnene Torferde oder generell torfhaltige Erde in deinem Garten verwenden möchtest, oder?

Alternativen von Torferde im Hochbeet?

Heutzutage gibt es einige Alternativen zu Torferde für dein Hochbeet.
Am leichtesten ist es, wenn du dir selber deine eigenen Komposterde „erstellst“. So garantierst du dir eine einzigartige Qualität, weißt was für Nährstoffe enthalten sind und woher diese Erde kommt.
Außerdem weißt du, dass die Erde torffrei ist!

Falls du dir deine eigene  Komposterde nicht erstellen kannst, kannst du dir auch einfach Komposterde mit deutscher Qualität kaufen.
Hierfür empfehle ich dir den Gärtnerkompost von Pro Natur* mit 40 Litern. Dieser ist 100% torffrei und kommt aus Bayern, sollte jedoch nur genommen werden, damit die Erde aufgebessert ist. Alleine, ohne andere Erde hat der Gärtnerkompost von Pro Natur zu viele Nährstoffe.

Falls du dein Hochbeet säuern möchtest, solltest du auch hier auf Torf verzichten und stattdessen mit Nadelholzrinden arbeiten. Diese findest du zum Beispiel in Rindenmulch, sodass du diesen einfach unter die Erde mischen kannst, sodass sich der pH-Wert des Bodens verändert.

Alternativen von Torferde im Hochbeet?

Torffreie Komposterde
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